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Die-Valeska-Gert-Story


Die-Valeska-Gert-Story

Hörcollage von Peter Eckhart Reichel

von: Valeska Gert, Peter Eckhart Reichel, Monika Hansen, Gerd Wameling

8,49 €

Verlag: Hoerbuchedition Words & Music
Format: MP3 (in ZIP-Archiv)
Veröffentl.: 13.06.2015
ISBN/EAN: 9783981302783
Sprache: deutsch

Dieses Hörbuch erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Leichen tanzte Valeska Gert gern - vor dem Sterben aber fürchtete sie sich. Schon als 14jähriges Mädchen lag sie nächtelang schlaflos in ihrem Bett, immer in Angstschweiß gebadet bei dem Gedanken, ein frühzeitiger Tod könne ihr Dasein abrupt beenden, noch bevor sie das eigentliche Leben kennen gelernt und ausgekostet habe: "Ich wäre beinahe verrückt geworden, wenn ich nicht angefangen hätte zu tanzen."
Und sie tanzte - und entdeckte so das angenehm wohltuende, körperliche Empfinden, welches dabei die eigenen Bewegungen in ihr hervorriefen: "Auch auf unserem Hof rannte und hopste ich schnell herum und fühlte da zum ersten Mal diese Seligkeit, die man manchmal beim Tanzen spürt."
Dieses Hörbuch ist wie ein akustischer Traumtanz durch das verrückte und prall gefüllte Leben der Performance-Künstlerin Valeska Gert.
Valeska Gert (1892-1978) zählt neben Mary Wigman zu den wichtigsten Vertreterinnen des avantgardistischen Tanzes in den 1920er-Jahren. Darüber hinaus war sie ein gefragter Stummfilmstar und später auch Darstellerin unter der Regie von Filmgrößen wie Federico Fellini, Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff. Als Tochter einer jüdischen Familie und von den Nazis mit ihrer Kunst als "entartet" diffamiert, verließ sie 1938 Deutschland. Sie emigrierte zunächst nach England, dann in die USA, wo sie jedoch nicht an ihre Erfolge anknüpfen konnte. 1947 kehrte sie nach Europa zurück und eröffnete zunächst in Zürich, anschließend in Berlin ein Kabarett, in dem sie dem jungen Klaus Kinski ein Forum bot. Sie selbst schlüpfte u.a. in die Rolle der KZ-Kommandeuse Ilse Koch, jene für ihre Grausamkeit bekannte und 1949 verurteilte Frau des Lagerkommandanten des KZ Buchenwald. 1951 eröffnete sie den legendären "Ziegenstall" auf Sylt, ein Nachtlokal, in dem die Kellner (u.a. Klaus Kinski) nicht allein für das leibliche Wohl, sondern auch für eine amüsant-geistreiche Unterhaltung der Gäste sorgten. In den 1960er-Jahren stand sie dann wieder vor der Kamera und spielte u. a. in Fassbinders Serie "Acht Stunden sind kein Tag" oder Schlöndorffs "Fangschuß". Ihre gelebte Verbindung von Tanz, Schauspiel, Gesang und Kostüm beeinflusste nicht allein unzählige ihrer Zeitgenossen, sondern lebt auch nach ihrem Tod fort.

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