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Dr. Andrea Scholdan

suppito
IN A BOWL

Der Geschmack der ganzen Welt in einer Schale

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    INHALT    

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Foto © belle & sass

Liebe Freunde von suppito

Tipps für die 5-Elemente-Küche

Vorbereitungsküche

FRÜHLING (15. Februar bis 26. April)

Maisgrieß Bowl

Power Bowl

Himmlische Spargel Bowl

Hendl in der Wiesn Bowl

Zuckererbsengalettes + Saiblingsbowl

Spring in die Bowl

Frühlingsrollen Bowl oder Plate is the new Bowl

Quinoasalat Bowl (v)

SOMMER (16. Mai bis 26. Juli)

Martinas Chia-Nuss Bowl (v)

Pikante Frühstücksbowl 2 go

Hellas Kalimera Bowl

Elisas Polpette Bowl

Süß-scharfe Sommer Bowl (v)

Zander-Ceviche Bowl

Fitness Bowl

Easy-Peasy Lunch Bowl

SPÄTSOMMER (27. Juli bis 14. August)

Knuspergranola Bowl (v)

Asian Beef-Ball Bowl

Susannes Linsensalat Bowl (v)

Bugus rauchige Paprika-Suppenbowl (v)

Copa Caramba Bowl

Knusperquetschi-Tomaten Bowl

O sole mio Bowl

Kichererbsenbowl mit Lamm

HERBST (15. August bis 27. Oktober)

Sweet Good Mood Bowl (v)

Vive la France Bowl (v)

Polenta-Schwammerl Bowl

Herbstsalat Bowl

Erbsenzähler Bowl (v)

Zupfbratl Bowl

Herbstliche Quinotto Bowl (v)

Happy Buddha Bowl

WINTER (17. November bis 26. Jänner)

Hirseschmarrn in a Bowl (v)

Steirer Bowl

Claudias Fried-Rice Bowl

Kichernde Currybowl (v)

Ramasuri Bow

Wurzl Kohl-No Bowl (v)

Dal-Spinat Bowl

Rucki-Zucki Suppenbowl

Nützlich und wissenswert

Die Big Five der gesunden Ernährung

Küchendolmetscher, Literaturtipps

Rezeptübersicht

Impressum

* Mit (v) gekennzeichnete Rezepte sind vegan. Zahlreiche andere Rezepte sind leicht vegan zu verändern.

* Jahreszeiten: Entsprechend den fünf Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es auch fünf Jahreszeiten. Diese variieren um wenige Tage. Zur Vereinfachung haben wir deshalb einen Mittelwert gewählt und nennen sie die suppito-5-Jahreszeiten. Die Tage zwischen Frühling/Sommer sowie Herbst/Winter nennt man Dojo-Zeiten (Übergangszeiten, um den Körper auf die neue klimatische Situation vorzubereiten).

LIEBE FREUNDE VON suppito,

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Foto © belle & sass

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Foto © belle & sass

bis vor zehn Jahren war Österreich ein Leberknödel- und Grießnockerl-Suppenland. Und dann kam suppito.

Suppe als energiespendendes Lebensmittel und komplette Mahlzeit – das war meine Vision: Weg vom Suppenwürfel unserer Großmütter, hin zu vielfältigen Gewürzkombinationen. Zutaten wie Wurzelgemüse, Ingwer, Kichererbsen, glutenfreie Getreidesorten, Currymischungen und nicht zuletzt Kokosmilch waren das Geheimnis meiner damals noch ungewöhnlichen Suppenkreationen.

Von einigen bestaunt, von anderen liebevoll belächelt, habe ich dem Arztberuf Adieu gesagt und mich einer anderen Art des Heilens zugewandt: gesundem Essen. Dies auch aus eigener Erfahrung, denn ich war lästige Wehwehchen und Krankheiten durch die Umstellung auf die 5-Elemente-Ernährung losgeworden. Und genau das wollte ich möglichst vielen Menschen vermitteln.

suppito, meine kleine, feine Manufaktur für hausgemachte Spezialitäten in der Wiener Girardigasse, feiert jetzt ihren zehnten Geburtstag und hält mich bis heute auf Trab. Neue Rezepte entwickeln, Kochkurse leiten, Kochbücher schreiben, ausgewählte Trends in das bestehende Sortiment integrieren und viele Menschen auf dem Weg zu Gesundheit und Lebensfreude begleiten. Das alles und meine Ernährung sind der Brennstoff, der mich täglich aufs Neue motiviert und morgens voll Freude aus dem Bett springen lässt.

Mit meinem neuen Kochbuch suppito in a Bowl möchte ich Ihnen meine Leidenschaft für eine köstliche, ausgewogene Mahlzeit in einer Schale vermitteln. Von meinem Essen erwarte ich Genuss, Geschmack, Energie und Wohlbefinden, darum achte ich genau darauf, schon beim Kochen alle wichtigen Zutaten zu verwenden. Damit auch Sie diese Zutaten kennenlernen, habe ich die Tabelle meiner „Big Five“ entworfen.

Die „Big Five“ der gesunden Ernährung sind: komplexe Kohlenhydrate, pflanzliches oder tierisches Eiweiß, gute Fette und Nüsse, Gemüse und Obst, Kräuter und Gewürze. Diese finden Sie auf Seite 93 übersichtlich zusammengefasst. Hier sind alle in diesem Buch verwendeten Zutaten aufgelistet, und das sind ganz schön viele ... Dennoch erhebt die Tabelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist jederzeit mit anderen hochwertigen Lebensmitteln erweiterbar. Jede der fünf Gruppen übernimmt wichtige Aufgaben für die Funktionalität und Gesundheit unseres Körpers. Nehmen Sie mindestens ein Lebensmittel aus jeder Gruppe und setzen Sie es zu Ihrer persönlichen „Super Bowl“ zusammen.

Für die Rezepte habe ich viel Neues ausprobiert, Altbewährtes aufgepeppt und mich von einigen Lieblingsrezepten aus dem Familien- und Freundeskreis inspirieren lassen. Alle Rezepte sind glutenfrei, enthalten alle fünf Elemente und sind in fünf Jahreszeiten, entsprechend der 5-Elemente-Ernährung der Traditionellen Chinesischen Medizin, eingeteilt. Außerdem sind sie vielfältig im Geschmack, variabel in ihrer Zusammensetzung und vor allem einfach und praktisch in der Vor- und Zubereitung. Meine reiselustige Freundin und deklarierte Bowl-Liebhaberin Maryam Yeganehfar hat nicht nur die Fotos zu den Rezepten gemacht, sondern mich auch liebevoll mit ihren kreativen Einfällen unterstützt.

Am Anfang war die Suppe, jetzt gibt’s auch die suppito-Bowl.

Viel Freude beim Kochen und Probieren!

Andrea Scholdan

TIPPS FÜR DIE 5-ELEMENTE-KÜCHE MIT WOHLFÜHL-GARANTIE

•  Verwenden Sie saisonale und regionale Zutaten in bester Qualität.

•  Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel – sofern sie vernünftig und leicht erhältlich sind. Für mich ist Bio-Qualität unverzichtbar bei Eiern, Fleisch, Ingwer und Zitrusfrüchten.

•  Kochen Sie glutenfrei, hefefrei und mit dem Know-how der 5-Elemente-Küche (siehe Literaturtipps auf Seite 94).

•  Würzen Sie mit vielen aromatischen Gewürzen und frischen Kräutern.

•  Bereiten Sie vor dem Kochen alle Zutaten fix und fertig zu.

•  Kochen Sie stressfrei vor (siehe Vorbereitungsküche auf den nachfolgenden Seiten).

•  Wichtig: lustvoll abschmecken. Ohne Kosten geht’s auch bei den Profis nicht – aus hygienischen Gründen immer mit einem frischen Löffel.

•  Besorgen Sie wichtige Küchenhelfer: Waage, Wasserkocher, Stabmixer, Silikonmatte fürs Backblech, Muffinformen und Gewürzmühlen mit Porzellanmahlwerk.

•  Beachten Sie die Wirkung der Lebensmittel auf Ihren Körper. Was wärmt oder kühlt, was beruhigt oder belebt? Das Wichtigste ist jedoch immer die Bekömmlichkeit.

•  Essen Sie überwiegend gekochte Mahlzeiten.

•  Nehmen Sie Rohkost nur in kleinen Mengen zu sich.

•  Genießen Sie Brotmahlzeiten und Milchprodukte nur in kleinen Mengen.

•  Mix and match: Wählen Sie Rezepte aus diesem oder den anderen drei suppito-Kochbüchern aus, werfen Sie einen Blick auf die Tabelle der „Big Five“ auf Seite 93 und stellen Sie auf diese Weise ausgewogene, individuelle Mahlzeiten für jede Gelegenheit zusammen.

•  Laden Sie Freunde zu einer Bowl-Party ein und probieren Sie viele neue Rezepte aus. Füllen Sie die fertigen Gerichte in unterschiedliche, schöne Schalen und stellen Sie alle gleichzeitig auf den Tisch. Dann kann jeder seine eigene Super Bowl puzzeln.

•  Seien Sie kreativ. Kochbücher sind nur Ideengeber, machen SIE das perfekte Essen daraus!

•  Wenn Sie in Wien leben, keine Zeit zum Kochen haben und trotzdem gut essen möchten, kommen Sie in unsere Manufaktur in der Girardigasse. Wählen Sie aus dem großen Sortiment hausgemachter Spezialitäten das Passende für Ihren Geschmack aus und nehmen es mit nach Hause.
Oder auf www.suppito.at bestellen, liefern lassen und genießen.

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Foto © Maryam Yeganehfar

VORBEREITUNGSKÜCHE

AUFSTRICHE

In ein Schraubglas gefüllt und kühl gelagert sind alle Aufstriche eine Woche haltbar.

•  CREMIGE SAIBLINGSMOUSSE: ca. 250 g

50 g Sojadrink | 1 TL scharfer Senf | 1 EL Zitronensaft | 100 g geschmacksneutrales Pflanzenöl

Sojadrink, Senf und Zitronensaft in einem hohen Messbecher mit dem Stabmixer pürieren. 1 Min. eindicken lassen. Dann das Öl in kleinem Strahl unter ständigem Mixen zugießen, bis eine dickliche Sojannaise entsteht. Dabei den Stabmixer auf und ab bewegen, damit die Masse schön luftig aufgeschlagen wird. So braucht man weniger Öl.

120 g Räuchersaibling – mögliche Gräten entfernen, den Fisch grob zerkleinern | 1 Msp. Natursalz | 1 Prise schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen | 1 Prise Zitronenschale, gerieben | 1 EL Zitronensaft

Den Fisch, Salz, Pfeffer, Zitronenschale und -saft zu der Sojannaise geben, durchmixen und abschmecken.

• FAVA, griechische Linsencreme: ergibt ca. 600 g

300 g gelbe Spaltlinsen (bekommt man in indischen und türkischen Lebensmittelgeschäften)

Die Linsen gut waschen, über Nacht in 800 ml kaltem Wasser einweichen. Abseihen, in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen, 2 Min. köcheln lassen, abschäumen.

1 kleine Zwiebel | 1 Stück Ingwer mit Schale (1 cm) | 1 Msp. Kurkuma | 1 Prise Hiziki-Algen | 1 Msp. Asafötida

Die Zwiebel schälen, grob zerkleinern und zusammen mit dem Ingwer, Kurkuma, Asafötida und den Algen zu den Linsen geben. Aufkochen, Hitze reduzieren und ca. 30 Min. offen köcheln lassen. Wenn die Linsen zerfallen sind, die restliche Flüssigkeit abseihen, den Ingwer entfernen.

150 ml natives Olivenöl | ½ TL Natursalz | 1 Prise schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen | 1 Msp. Muskatnuss, frisch gemahlen | 3 EL Zitronensaft

Die gekochten Linsen mit den genannten Zutaten cremig pürieren. Abschmecken.

2 EL Kapern aus dem Glas | 3 TL Petersilie, gehackt | ½ Zitrone, in Scheiben geschnitten

Die Fava lauwarm mit Petersilie, Kapern und Zitronenscheiben garniert servieren.

• Das beste TZATZIKI der Welt: ergibt ca. 330 g

3 Becher (à 180 g) Schaf- oder Ziegenjoghurt

Ein Sieb mit einer doppelten Lage Küchenpapier auslegen, den Joghurt hineinlöffeln und 3–4 Std. abtropfen lassen.

½ große Salatgurke | 1 TL Natursalz

Die Gurke waschen, längs halbieren. Kerne mit einem Esslöffel entfernen. Gurke raspeln, salzen und in einem Sieb 10 Min. abtropfen lassen. Mit beiden Händen den restlichen Saft ausdrücken.

2 kleine Knoblauchzehen, geschält, fein gehackt | 3 EL natives Olivenöl | ½–1 TL Natursalz | 1–2 TL unpasteurisierter Apfelessig

Mit einem Löffel die Joghurtcreme aus dem Sieb nehmen, mit Gurke, Knoblauch und Olivenöl mischen, mit Salz und Essig abschmecken.

DRESSINGS

• SCHARFES TAMARI-DRESSING: ergibt 250 ml

Gekühlt ist es mindestens zwei Wochen haltbar.