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SVANTE DOMIZLAFF DER HAMBURGER HAFENLOTSE

KOEHLERS VERLAGSGESELLSCHAFT, HAMBURG

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DAS CONTAINERSCHIFF Containerschiffe sind die Arbeitspferde der Meere. Sie werden nicht nach Länge, Breite und Wasserverdrängung in Tonnen (Gewicht) gemessen, sondern nach derAnzahl der Container (TEU), die sie trans- portieren undnach demTreibstoffverbrauch. Übersee-Containerschiffe tragen zwischen 4.500 und 18.000 TEU. Ein Schiff von 12.000 TEU etwa verbraucht am Tag an die 300 t Schweröl. Die Tanks fassen 11.500 t Treibstoff. EinmalVolltanken kostet, je nach Schweröl-Preis, fünf bis sechs Millionen Euro.

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Containerschiffe sind bis zu dreieinhalb Mal so groß wie die »TiTanic« und wiegen voll beladen an die 200.000 t. Sie schaffen eine Geschwin- digkeit von 23 25 Knoten (42 46 km/h). Wegen des hohen Ölpreises fahren viele Schiffe mit reduzierter Geschwindigkeit (slow steaming). Bei ca. 20 Knoten reduziert sich der Verbrauch bereits um die Hälfte. Die größten Motoren leisten deutlich über 75.000 kW/100.000 PS. Beim Anlegen und Manövrieren helfen den Schiffen eingebaute Propeller (Bugstrahlruder) am Vorschiff. Containerschiffe liegen im Schnitt nur 22 Stunden im Hamburger Hafen.

SCHNITT DURCH EIN 4.500-TEU-SCHIFF: 260 m lang, 32 m breit, 13 m Tiefgang, 19.995 kW/26.640 PS. Die Container lagern in Schächten (Bays) und an Deck. Unter dem Schornstein die Motoren. Eine doppelwandige Bauweise des Rumpfes ist Vorschrift. 3

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Hier finden Sie eine Liste gängiger Typen von Handelsschiffen, die den HamburgerHafen anlaufen. Die Seitenrisse sind maßstabsgerecht, so dass ein guter Größenvergleich möglich ist. Wir fangen mit einem der größten Schiffe unter deutscher Flagge an, das in Hamburg beheimatet ist.

HanSeatic SPirit, Hanseatic Schifffahrt, Bremen, 349 TEU, Bj. 1994, 89 m lang, 4.200 t ein kleiner Mehrzweckfrachter für die europaweite Fahrt

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